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Universal Pictures I: 1912-1946

Am 8.6.1912 wird die Universal Film Manufacturing Company durch eine Fusion folgender Firmen ins Leben gerufen: Indepentent Motion Picture Co./IMP (Carl Laemmle), Powers Motion Picture Co. (Pat Powers), Rex Motion Picture Company (William Swanson), Champion Film Company (Mark Dintenfass), Nestor Film Co. (David Horsley) und die New York Motion Picture Co. (Charles Baumann and Adam Kessel). Der gebürtige Laupheimer Carl Laemmle, der erst 1906 mit einem Nickeloden ins Filmgeschäft einstieg und drei Jahre später durch die Gründung der IMP die Führung der „independents“ gegen den Motion Picture Patents Trust übernimmt, riss noch vor Jahresende die Leitung der Universal an sich, eine Position, die er bis zu seiner Absetzung im März 1936 innehatte. Ab 1912 dreht die Universal Western auf einem Gelände in North Hollywood, das am 15.3.1915 als Universal City feierlich eröffnet wird. Universal entwickelt sich von Anfang an zum Hauptlieferanten der Kleinstadt- und Dorfkinos, da sie sich einerseits auf B-Filme und Kurzfilme spezialisierte, andererseits ohne Premierenkinos auskam, wie die Majors sie sich zulegten.
Anfang der 1930er Jahre profilierte sich die Universal mit Filmen wie Frankenstein und Dracula als Horrorfilm-Studio, doch Ausgaben für teure A-Filme wie Showboat (1936) führen zum Bankrott. Die Finanzgruppe Standard Capital kaufte Universal für 4,5 Millionen Dollar. Im April 1936 wurde Charles R. Rogers zum Produktionschef ernannt, J. Cheever Cowdin wurde Präsident. Der deutsche Emigrant Henry Koster rettete die Universal mit seiner Entdeckung Deanna Durbins. 1939 schrieb das Studio wieder schwarze Zahlen und erreichte Marktanteile bis zu 10%. 

Literatur: Braff, Richard E.: The Universal silents. A filmography of the Universal Motion Picture Manufacturing Company, 1912-1929. Jefferson, NC [...]: McFarland 1999. – Dick, Bernard F.: City of dreams. The making and remaking of Universal Pictures. Lexington, Ky.: University Press of Kentucky 1997. – Hirschhorn, Clive: The Universal story. New York: Crown 1983. Zahlr. Nachdrucke. Upd. London: Hamlyn 2000.
 

Referenzen