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Vedute

von ital.: veduta = Ansicht, Aussicht

Als Vedutenmalerei wird die wirklichkeitsgetreue Darstellung einer Landschaft oder eines Stadtbildes bezeichnet. Dem Ziel der realistischen Abbildung sind alle anderen Aspekte bei der Bildgestaltung (Licht und Schatten, Farben, etc.) untergeordnet. Das Malerei-Genre entstand im 17. Jahrhundert. Stadt-Veduten bilden Stadtpanoramen ab, in deren Zentrum meist ein Fluss, Kanal, Platz Straße ist, die eine linearperspektivische Tiefendarstellung ermöglichen. Andere zeigen – allerdings wiederum in panoramischer Breite – Innenansichten der Städte. Landschafts-Veduten gestalten topografisch getreue Panoramaansichten einer Landschaft. Die Glanzzeit der Vedutenmalerei war das 17. und 18. Jahrhundert; im 19. geht sie in die Panoramen-Malerei über.
Im Film taucht der Bildtyp der Vedute immer wieder bei historischen Stoffen auf; allerdings bilden die Skyline-Bilder, die neuerdings oft am Beginn von Filmen eingesetzt werden, einen aktualisierten neuen Typus der Stadtansicht. 

Literatur: Keller, Harald [Hrsg.]: Das alte Europa. Die hohe Kunst der Stadtvedute. Stuttgart: Deutsche Verlags-Anstalt 1983. – Pedrocco, Filippo: Canaletto und die venezianischen Vedutisten. Antella (Florenz): Scala / Königstein im Taunus: Langewiesche 1995.