Metainformationen zur Seite
  •  

Vorführkabine

auch: Vorführerkabine

Bei der Projektion von Filmen im Kino ist im Regelfall der Projektions- vom Zuschauerraum schalldicht abgetrennt. Die Projektion erfolgt durch Fensteröffnungen. In der Kabine sind alle für die Vorführung erforderlichen Geräte untergebracht – die Projektoren (möglicherweise für verschiedene Formate), Dia-Projektoren, Plattenspieler für Pannenmusik, der Gong für die Ankündigung des Vorstellungsbeginns, Verstärkeranlagen für den Ton (einschließlich der Mikrophone, die im Saal genutzt werden können), ein Lautsprecher zur Kontrolle des Tons; hinzu kommen Umrolltische, eventuell Schnitteinheiten zum Koppeln und Entkoppeln der Filme, Schränke mit Ersatzteilen u.a.m.

Vorführkabinen wurden bereits in der Frühzeit des Kinos eingeführt, weil das Nitrofilmmaterial äußerst feuergefährlich war, zumal die frühen Projektoren Kohlebogenlicht als Projektionslicht verwendeten. Darum war ein Brandschalter angebracht, der  durch eine separate Nitrofilmschleife vorgespannt wurde; fing die durchlaufende Kopie Feuer, verbrannte die Schleife ebenfalls und löste den Brandschalter aus. Dabei wurden vor allem Fallklappen vor den Projektions‑ und Schauöffnungen der Vorführkabine ausgelöst, so dass der Brand vom Zuschauerraum abgeschirmt war (verstärkt durch den grundsätzlichen Einbau von Feuerschutzwänden). Außerdem hatten die Kinos eine eigene großdimensionierte Entlüftung. Ein Brand in einem frühen Kino findet sich in Nuovo Cinema Paradiso (Italien 1988, Giuseppe Tornatore).