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Werbetrenner

Als Werbetrenner bezeichnet man ein meist 3sec bis 4sec langes Filmstück, das zwischen laufendes Programm und Werbeblock eingeschoben ist und so deutlich Programm und Werbung voneinander trennt. Diese Trennung ist im Rundfunkrecht gefordert. Die Trenner werden zu einem Element der Selbstdarstellung der Sender, zu einem der Orte, an dem Zuschauer ein einheitlich geformtes korporatives Design gezeigt werden kann. Historisch haben die öffentlich-rechtlichen Sender in der BRD mit Figuren wie den „Mainzelmännchen“ (ZDF) oder „Onkel Otto“ (HR) die Trenner schon früh zu einem zwar marginalen, aber nachhaltig erinnerbaren Programmsegment geformt.

Literatur: Brosius, Hans-Bernd / Habermeier, Johanna (1993) Auflockerung oder Ablenkung? Die Wirkung von Zwischenblenden in der Fernsehwerbung. In: Publizistik 38,1, 1993, pp. 76-89. – Schmitz, Verena: Gut‘n Aaabnd. Die Mainzelmännchen. In: Fernsehklassiker. Hrsg. v. Annette Deeken. Alfeld/Leine: Coppi 1998, S. 81-100. – Zschau, Mechthild: Von Gnomen, Löwen und sprechenden Pferden. Die Spot-Unterbrecher als Corporate Identity. In: Weiterbildung und Medien 14,2, 1991, S. 44-46.