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Wiederaufführung

engl.: re-release, rerelease, auch: re-issue, reissue

Wenn ein Film für einige Jahre oder sogar Dekaden vom Markt genommen wurde und dann – meist anknüpfend an den vergangenen Erfolg und von der immer noch lebenden Erinnerung an den Titel, vor allem die seinerzeitigen Rezeptionserlebnisse – neu in die Kinoauswertung gegeben wird, spricht man von Wiederaufführung. Vor allem die Disney-Studios haben das Verfahren des reissueing als Auswertungsstrategie mehrfach realisiert (etwa mit dem Film Dumbo, 1941, US-Wiederaufführungen 1949, 1959, 1972, 1976, oder The Djungle Book, 1967, 1976, 1984 usw.). Auch der MGM-Film Gone with the Wind (1939) wurde mehrfach im Kino wiederaufgeführt, bevor das Studio die Fernsehrechte verkaufte. Manchmal ist das re-release mit einer technischen Überarbeitung des ursprünglichen Films verbunden (so wurde Disneys The Lion King, 1994, nicht nur als IMAX-Version, 2002, sondern auch in einer 3D-Fassung, 2011, erneut vermarktet, ähnlich, wie auch andere Blockbuster in 3D-Versionen ediert wurden – neben Titanic, 1997/2012, etwa auch Star Wars: Episode I – The Phantom Menace, 1999/2012). Für die rechtebesitzenden Studios ist die Auswertung der Aufführungsrechte, zu denen auch die Wiederaufführung zählt, ein langfristig zugängliches ideelles Kapital; gerade die Disney-Studios konnten mehrfach finanzielle Engpässe durch Wiederaufführungen überwinden.