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Wochenschau: Frühzeit

Wöchentlich erscheinender Nachrichten-Magazinfilm von 10 bis 15 Minuten Länge, der aus aktuellen Kurzbeiträgen als ein unterhaltsamer Bilderbogen zusammengesetzt war. Berichte von politischen Ereignissen (Besuche prominenter Regierungschefs) und Sportereignissen, unterhaltsame Geschichten aus der Welt der Mode, des Klatsches sowie Berichte über Katastrophen aller Art machten den größten Teil der Beiträge aus. 1907 entstand in Frankreich die erste Wochenschau (Pathé Journal), gefolgt von französischen Konkurrenten. Wochenschauen wurden schon vor dem Ersten Weltkrieg im Vorprogramm des abendfüllenden Spielfilms gezeigt. Am 27. März 1914 erschien in Deutschland die erste Ausgabe der Eiko-Woche als "lebende Berichterstattung des Berliner Lokal-Anzeigers", wohl das früheste Beispiel eines Medienverbundes, hier in Zusammenarbeit mit dem Scherl-Verlag,  sowie im selben Jahr die deutsche Messter-Woche. Nach dem Ersten Weltkrieg gab es verschiedene deutsche Wochenschauen, u.a. ab 1925 die Ufa-Woche. In der Nazizeit dienten die Wochenschauen als Mittel der Propaganda, insbesondere während des Krieges.