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Zany comedy

Zanni ist in einigen ital. Dialekten eine Kurzform des Vornamens Giovanni; in der Tradition der ital. Commedia dell'arte ist der Zanni der nicht sehr verlässliche Diener des adeligen, verliebten Pantalone und muss für mancherlei gestische Scherze (lazzi) und grobe Streiche (burle) herhalten. Als Figurentypus steht der Ausdruck dann für komödiantische Figuren, die, oft als maskierte Clowns, die Handlungen ihres Herrn und Gebieters zum Vergnügen der Zuschauer lustvoll-parodistisch nachäffen.
Zany Comedies
nennt man im Amerikanischen Filmkomödien, in denen (mindestens) eine Person „in abhängiger Stellung“ auf Kosten anderer und hinter deren Rücken unter körperlichem Einsatz und mit markanter Gestik ein für den Zuschauer höchst vergnügliches Chaos veranstaltet und dabei durch die parodistische Kraft seines verrückten Treibens charakterliche Eigenheiten dieser anderen herauszuarbeiten hilft.
Großmeister der filmischen Zany Comedy waren z.B. die Marx Brothers (Duck Soup, USA 1933; A Day at the Races, 1937), Jerry Lewis (The Ladies Man, 1961) oder Peter Sellers (The Party, USA 1968).
In einem unhistorisch erweiterten, die speziellen Techniken der physical comedy weitgehend trivialisierenden Verständnis findet sich das Adjektiv zany heute oft mit crazy gleichgesetzt und steht dann für einen weitgehend als belustigend empfundenen Film mit „schräger“ oder „durchgeknallter“ Handlung und entsprechend agierendem Personal.

Referenzen