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Zap Cut

dt. etwa: „umschaltender Schnitt“, „auslöschender Schnitt“

Wenn ein Schnitt verschiedene Ebenen der Realitätsvermittlung resp. -darstellung trennt, spricht man oft vom zap cut. Zum einen gehören derartige Schnittformen dem experimentellen Fernsehen an und man spricht gelegentlich sogar von einem stream of TV-conciousness. Zum anderen entwickeln sie sich zu einer Standardform des Fernseh-Schnitts. Wenn also wechselnde Formate (35mm, 16mm, Super-8, Beta, Video), wechselnde Formen oder die unterschiedlichsten (Fernseh-)Genres (wie Road-Movie, Soap Opera, Reality TV, Nachrichtenformate, Video-Clips, Cartoons, Horrorfilme, Liebesfilme u.a.m.) aufeinanderprallen, entsteht durch zap cutting ein Anmutungs- und Andeutungs-Gewebe aus verschiedenen „Realitäten“ und „Bedeutungsebenen“, eine kontinuierliche Handlung oder eine klar benennbare Bedeutung ist oft kaum noch erkennbar, die Bilder der Folge tendieren zur Beliebigkeit.