Das Lexikon
der Filmbegriffe

 
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von 150 Autoren

Lexikon der Filmbegriffe

Das vorliegende Lexikon der Filmbegriffe ist glossarisch angelegt – mit seinen kurzen, auf ca. eine Manuskriptseite begrenzten Einträgen ist es als Hilfsmittel im alltäglichen Gebrauch des Filmwissenschaftlers, des Cineasten und des Film-Neugierigen konzipiert. Mit seinen etwa 7000 Einträgen strebt es eine Feingliederung des Feldes an. Immer sollen die Einträge einen ersten verläßlichen Aufblick auf einen Gegenstand geben. Neben der Sacherläuterung werden nach Möglichkeit auch Hinweise auf ästhetische, stilistische oder historische Besonderheiten des beschriebenen Gegenstandes gegeben. Es ist nicht der Zweck des Lexikons, die Literatur zu dokumentieren – aber es werden nach Möglichkeit bis zu drei Titel genannt, um Standards mitzuteilen oder um darauf hinzudeuten, daß ein Begriff kontrovers diskutiert wird.

Das Lexikon trägt in einem Alphabet Begriffe aus fünf verschiedenen Bereichen zusammen:

  • Gattungen, Genres, Stoffe, Motive, Figuren;
  • technische und handwerkliche Redeweisen und Bezeichnungen;
  • Begriffe der Kinopraxis, Produktion, Aufführungswesen;
  • Institutionen des Films, Produktionsfirmen, Studios, Archive, Gesellschaften, Preise etc.;
  • theoretische Konzepte, Filmwissenschaft.

Angesichts der Vielsprachigkeit des Bereichs und der Unübersetzbarkeit mancher Termini versammelt das Lexikon Schlagwörter verschiedensprachiger Herkunft. Im besonderen Fall werden auch im Deutschen gebräuchliche fremdsprachige Termini als Verweise geführt; zudem werden im Einzelfall begriffs- und sprachgeschichtliche Erläuterungen zugefügt. Auch Nachbargebiete (wie Fernsehen und Radio, Kommunikations- und Medientheorie, Werbung und Rezeptionsforschung) werden dokumentiert, wenn auch nicht mit dem gleichen Anspruch auf Vollständigkeit wie die Terminologie des Films.

Ohne die Kooperation der Benutzer hätte das Lexikon den Umfang niemals erreichen können, den es heute hat – es ist das größte Sachlexikon des Film weltweit. Darum ist auch die Bitte an die Benutzer erneut auszusprechen, uns auf Fehler hinzuweisen, die sich trotz des Bemühens um umfassende Kontrolle der Inhalte eingeschlichen haben sollten. Und darüber hinaus gilt natürlich auch die Einladung weiterhin, sich selbst mit eigenen Beiträgen an der Fortschreibung des Lexikons zu beteiligen. Um die Erfassungsbreite im täglichen Gebrauch noch zu vergrößern, enthält das Lexikon einen Rückkanal, auf dem Benutzer sich an die Redaktion wenden können, um diejenigen Begriffe zu melden, die sie vergeblich gesucht haben.

Am Lexikon haben Dutzende von Fachwissenschaftlern mitgearbeitet – ihnen sei an dieser Stelle ganz herzlich gedankt. Großen Dank gilt es auch Theo Bender auszusprechen, der die erste Fassung des Lexikons auf der Homepage seines Verlages geführt und herausgeberisch und technisch betreut hat.

Die drei neuesten Beiträge

Sprachenpolitik

28.12.2018

Referenzen:

indigene Sprachen im Film

Verfasser:

sotto

28.12.2018

nach dem ital. („unter“), etwa im Sinne: „hinter vorgehaltener Hand“


In der amerikanischen Drehbuchpraxis verwendete Markierung von Dialogzeilen, die eine Figur nicht an die anderen Figuren des Spiels, sondern zu sich sagt (oft: mit leiser Stimme, die für die anderen unhörbar ist). 

Verfasser: KB

Shock-Site

28.12.2018

Als Shock-Sites werden Websites bezeichnet, die darauf aus sind, den Betrachter zu irritieren, abzustoßen oder gar zu schockieren. Sie enthalten Bilder und/oder Filme aus den Bereichen der Tabus – pornographischen, skatologischen, gewalttätigen, beleidigenden, blasphemischen oder anderen provokativen Inhalts. Die Gattung wird als Spielart der body genresangesehen, weil die Grundlage des Schocks fast immer Thematisierungen der Körperlichkeit sind. Meist werden Shock-Sites von Plattformen unterschieden, die die URLs von Shock-Sites sammeln (wie etwa Rotten.com oder Goatse.cx). Ein erstes bekanntes Beispiel war das Internet-Video 2 Girls 1 Cup(Brasilien 2007, Marco Antônio Fiorito): Es handelte sich um den Trailer des Pornofilms gleichen Titels, der zwei Mädchen zeigte, die in eine Schüssel defäkierten und anschließend den Inhalt aufaßen; der kurze Film wurde durch die sozialen Medien weltweit bekannt und brachte eine ganze Reihe von Folgeproduktionen – nachahmenden Filmen, vor allem aber „Reaktionsvideos“, in denen Menschen, die sich den Trailer anschauen, selbst gefilmt werden). 


Literatur: Alvarez, Mike: Online spectatorship of death and dying: Pleasure, purpose and community in BestGore.com. In: Participations: Journal of Audience and Reception Studies14,1, May 2017, S. 2-21. – Reynolds, Daniel: Esthetics of the Extreme in ‘Shock’ Websites. In: Applied Semiotics/Sémiotique appliquée  23, Aug. 2009, S. 45-62. 

Verfasser: HHM

Gesamtzahl aller Lemmata des Lexikons: 8679