Lexikon der Filmbegriffe

subliminal cut

Sehr kurze, idealerweise nur ein einziges Kader dauernde Einstellung, die in einen Film eingefügt wird, um dem Zuschauer auf fast unmerkliche oder unbewusste Weise gewisse Stimmungen oder Schocks zu suggerieren. Die Anekdote behauptet, dass der „subliminale Schnitt“ der Werbepraxis entstamme und dazu diene, Zuschauer zum Konsum anzuregen, ohne dass sie sich dieser Verführung bewusst würden (so Vance Packard in seinem 1957 erschienenen Buch „The Hidden Persuaders“ [Die geheimen Verführer]).
Bekanntestes Beispiel dürfte eine Teufelsfratze sein, die William Friedkin bei The Exorcist (1973) in eine Traumsequenz einschnitt. Ein anderes Beispiel findet sich in David Finchers Fight Club (1999), in dem mehrmals Einstellungen eines erigierten Penis vorkommen. Die Kernbotschaft „subliminal cut spurs popcorn sales“ ist explizit in dem Columbo-Film Double Exposure (1973) erwähnt, in dem der Erfinder der subliminalen Beeinflussung mit seinen eigenen Methoden in den Tod gelockt wird. 
 

Referenzen:

Psychorama


Artikel zuletzt geändert am 13.10.2012


Verfasser: TS


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