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Arabischer Film - Lexikon der Filmbegriffe


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Lexikon der Filmbegriffe

Arabischer Film

engl.: Arab cinema; frz.: cinéma du Arab

Das Rubrum „arabischer Film“ vereinigt Filme aus Ägypten, aus dem Maghreb (Algerien, Marokko, Tunesien, Mauretanien) und aus dem Mashreq (Libanon, Syrien, Irak, Palästina, Golfstaaten). „Den“ arabischen Film gibt es allerdings genauso wenig, wie die arabische Welt (gegenwärtig 22 Nationen) ethnisch oder kulturell eine Einheit bildet. Vielmehr blicken die Filme der arabischen Welt auf eine mittlerweile 77jährige Geschichte zurück. Die Anfänge des genuin arabischen Kinos reichen in die frühen 1920er Jahre zurück. Das Engagement einiger Theatergruppen sorgte nach dem ersten ägyptischen Film LAYLA (1927) von Estephane Rosti für eine Zunahme der Filmproduktion. Doch zunächst entwickelte sich nur in Ägypten eine eigene Filmkultur, geprägt von Farcen, Beduinengeschichten und Musicals. Die meisten arabischen Länder konnten erst mit der nationalen Unabhängigkeit in den 1950ern und 1960ern eigene Filmindustrien aufbauen. In den Maghreb-Staaten entstanden vor der politischen Unabhängigkeit ungefähr 200 Spielfilme europäischer und US-amerikanischer Filmemacher, aber nur sechs Werke arabischer Regisseure. Eine eigene Kinematographie stellte daher für die arabischen Länder neben einer kulturellen auch eine politische Errungenschaft dar. In Palästina und Algerien stand die Filmproduktion sogar in einer direkten Verbindung mit dem Widerstand gegen die Besatzungsmacht. Es entwickelte sich ein politisch und sozial engagiertes Kino als Pendant zum kommerziellen Film, das Anerkennung auf zahlreichen Festivals fand. Die Zahl der Produktionen liegt heute bei fast 4.000 Filmen.


Heute sind die Filme in den arabischen Ländern weniger der Versuch einer kulturellen Selbstdefinition als vielmehr Ausdruck des jeweiligen Filmemachers, der Beziehung zu seinem Land und natürlich seiner persönlichen Geschichte. Das arabische Kino ist eine Beschreibung der arabischen Filme, ihrer Regisseure und Darsteller, ihres Anspruchs und ihres Publikums.



Literatur: Felix, Jürgen (Hrsg.): Das Dritte Kino in Arabien und Afrika. Marburg: Schüren 1993 (Augenblick. 16.). – Khayati, Khémaïs: Cinémas arabes. Topographie d'une image éclatée. Paris [...]: L'Harmattan 1996 (Champs visuels.). – Malkmus, Lizbeth / Armes, Roy: Arab and African film making. London [...]: Zed Books 1991. – Shafik, Viola: Arab cinema. History and cultural identity. Cairo: The American University in Cairo Press 1998.


Artikel zuletzt geändert am 12.10.2012


Verfasser: CA


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