Lexikon der Filmbegriffe

Popcornkino

engl.: popcorn flick

Scherzhafte Bezeichnung für neuere Mainstream-Kinos, nach dem dort allerorten riechbaren Dunst der Popcorn-Automaten. Gemeint ist damit zwar vor allem das Programmangebot derartiger Kinos, das sich an ein jugendliches Mainstreampublikum wenden. Mittelbar ist aber verwiesen darauf, dass im Kinogeschäft die Ticketeinnahmen den Film und seine Vermarktung finanzieren, aber durch die Renditen aus dem Verkauf von Essen und Trinken erst Gewinn. Schon in den 1930er Jahren war der Popcornverkauf in amerikanischen Kinos wesentlicher Teil der Umsätze und garantierte Gewinnmargen. Seit den 1970ern machen die Kinos in den USA größere Gewinne mit Süßwaren, Getränken und Popcorn als mit dem Verkauf von Eintrittskarten.

Literatur: Gomery, Douglas: Shared Pleasures. A History of Movie-Going in America. London: BFI 1992, S. 57-82. – Hediger, Vinzenz: Das Popcorn-Essen als Vervollständigungshandlung der synästhetischen Erfahrung des Kinos [...]. In: Montage / AV 10,2, 2001, S. 67-75.


Artikel zuletzt geändert am 26.07.2011


Verfasser: VH HJW


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